Erdmandel-Ernte

Letztes Wochenende war es wieder so weit – die Erdmandeln konnten geerntet werden. Die Pflanzen sind, wie im Beitrag Anzucht-Tagebuch: Erdmandeln beschrieben, letztes Jahr sehr gut aufgegangen und ich habe meine Anbaufläche von zwei auf drei Blumenkisten erweitert.

Um ganz ehrlich zu sein – ich habe eine der Kisten bereits Ende Dezember abgeerntet, wollte die anderen allerdings noch etwas weiter ausreifen lassen und habe sie zuerst im Treppenhaus und ab Februar nochmal im Wohnzimmer stehen lassen. Wirklich gebracht hat das nichts, aber das Endergebnis kann sich trotzdem sehen lassen…

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Selbst gemacht: Physalis-Marmelade

Zwar konnte ich letztes Jahr von meinem Balkon keine Physalis ernten, aber bei meinen Eltern gedeiht diese Frucht wie blöd. Da Physalis in ihrer Pergamenthülle auch recht gut zu lagern sind, konnte ich über Wochen hinweg die süßen Früchtchen sammeln.

Am Ende der Erntezeit hatte ich ein ganzes Kilogramm Physalis geerntet und beschloss, sie in leckere Marmelade (oder „Konfitüre“, wie die EU uns weismachen will) zu verwandeln:

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Mehr Freiheit für Clio und Trixie

Hier verspätet einer der Posts, den ich eigentlich für letzten Herbst am Plan hatte:

Spoiler: Clio und Trixie erhielten eine Katzentüre auf den Balkon hinaus. Große Freude bei allen Beteiligten, nur nicht beim Geldbeutel. Aber man gönnt sich ja sonst nichts und den Kätzchen gefällt es.

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Ein Blog erwacht aus dem Winterschlaf

Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt. Letzten Herbst hatte ich noch einige Blog-Posts in der Pipeline, die ich gerne mit euch geteilt hätte. Doch dann tat ich etwas, das dem frohen Geschreibsel einen ziemlich abrupten Abbruch tat – ich fing an, berufsbegleitend zu studieren. Zwischen Abgabeterminen, Studienzeit und meinem regulären Job blieb leider keine Motivation für den Blog übrig. All zuviel zu berichten gab es wegen der Winterpause am Balkon ja auch nicht. Man möge mir verzeihen.

Aaaaber – 2020 ist ein neues Jahr, in dem es wieder viel neues zu probieren gibt, also entstaube ich auch den Blog wieder. Zum Anfang gebe ich euch hier einen Überblick über die wichtigsten „Lessons Learned“ aus dem vergangenen Jahr.

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Saatgut-Gewinnung 1: Tomaten

Jetzt, da die Tomaten reif werden, ist es Zeit, das Saatgut für die nächste Pflanzsaison zu gewinnen. Schon seit ein paar Jahren kaufe ich keine Tomatenpflanzen mehr, sondern produziere aus den geernteten Früchten mein eigenes Saatgut. Das geht ganz einfach, ist nur ein bisschen eine Patzerei.

Zuerst schneide ich die Tomaten, aus denen ich die Samen gewinnen möchte, auseinander. Bei Cocktail-Tomaten reicht es, sie zu halbieren. Bei größeren Tomaten schneide ich die Früchte in Viertel, damit ich an alle Samen rankomme.

Für jede Tomaten-Art, aus der ich Samen gewinne, bereite ich ein doppelt gelegtes Blatt Küchenrolle vor. Ich bewahre die Samen natürlich getrennt auf, damit ich bei der Aussaat auch weiß, was am Ende rauskommt. Bei Tomaten ist das ja sehr unkompliziert, da sie selbstbestäubend und damit samenecht sind.

Danach hole ich die Samen mitsamt dem gallertartigen Fruchtfleisch mit einem Messer aus der Schale heraus und verstreiche sie auf jeweils auf der Küchenrolle. Dabei kann man eine ganz schöne Sauerei veranstalten, denn das Fruchtfleisch „saftelt“ natürlich recht stark:

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Die so aufgestrichenen Samen lege ich dann in der Küchenrolle zusammen und lasse sie für einige Tage oder Wochen an einem warmen Ort trocknen.

Nach einigen Wochen ziehe ich die Küchenrolle auseinander und schnipse mit dem Fingernagel alle Samen von der Küchenrolle herunter. Das könnte ich mir eigentlich sparen, weil die Samen auch aus der Küchenrolle heraus keimen könnten, aber ich möchte sie möglichst sauber aufbewahren.

Am Ende erhalte ich die Samen, noch teilweise mit Küchenrollenresten, und kann sie im nächsten Jahr aussäen.

Aus der Natur: Hollerröster & Sirup

Jetzt im Herbst hat die Natur außerhalb von Balkon und Garten nochmal richtig was zu bieten. Viele Beerensträucher tragen jetzt ihre bunte Vielfalt und wenn man genau hinsieht, findet man beim Spazieren Gehen oft tolle Leckereien. Deshalb hab ich mir gedacht, ich mache eine Serie darüber, was sich im Umkreis um meine Wohnung so an Essbarem aus der Natur finden lässt.

Den Anfang macht der allseits bekannte Holunder. Die schwarzen Beeren werden etwa Mitte August reif und sind im rohen Zustand giftig bzw. unverträglich. Wenn man sie allerdings kocht, schmecken sie sehr aromatisch und lecker.

Die wohl bekanntesten Verarbeitungsformen von Holunder (vulgo „Holler“) sind Hollerröster und Hollerbeeren-Sirup. Beides habe ich heuer mal ausprobiert 🙂

Sammeln und Verlesen

Bevor ich was kochen konnte, musste ich den Holler natürlich erst pflücken. Also starteten ein Freund und ich am 1. September los. Zum Glück gibt es im Umkreis von ca. 1 km um meine Wohnung viele Hollerbüsche, zum Beispiel entlang des Bruckner-Wanderweges (den kann ich übrigens sehr empfehlen für alle, die beim Spazieren Gehen gerne noch was lernen). Insgesamt waren wir etwa 1,5 Stunden zu Fuß unterwegs und füllten dabei zwei Eimer mit den Fruchtständen der Hollerbüsche.

Zwischendurch regnete es uns etwas ein, aber das Ergebnis konnte sich trotzdem sehen lassen:20190901_114543

Die reifen Hollerbeeren mussten wir danach in mühevoller Kleinarbeit von den Rispen herunterstreifen und von den vertrockneten oder noch nicht reifen Beeren trennen. Das dauerte ganz schön, insgesamt saßen wir etwa dreieinhalb Stunden am Boden und verlasen die Beeren. Dabei leisteten uns natürlich Clio und Trixie Gesellschaft, die ganz enttäuscht waren, dass sie nicht mit den Beeren spielen durften. Da diese im rohen Zustand nicht verträglich sind, war das leider nicht möglich.

Am Ende der Mühen hatten wir eine Schüssel mit etwa 1,5 kg Hollerbeeren beisammen: 20190901_140458

Die Beeren teilte ich auf, da ich nicht nur Hollerröster, sondern auch Hollerbeeren-Sirup ausprobieren wollte. Ein Freund brachte mich auf die Idee und sie hörte sich echt lecker an. Und so geht’s:

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Katzen-Vorlieben: Tomaten und Kartoffeln

Es gibt ja Katzen, die mögen Lebensmittel, die eigentlich nicht für sie zubereitet werden. Mein Kater Marvel (R.I.P. 2013 – 2015) zum Beispiel mochte Erdbeeren und sein Bruder Dee-Cee mag Bananen.

Neulich habe ich festgestellt, dass Trixie ein Faible für Tomaten und gekochte Kartoffeln hat. Sie leckt den Saft und isst Tomaten auch in Stücken, und Kartoffeln findet sie besonders toll. Natürlich darf ich ihr nicht zu viel davon geben, aber manchmal ein kleines Stückchen oder zwei darf schon sein.

Jetzt muss ich nur noch herausfinden, welche seltsame Köstlichkeit Clio wohl toll findet.


Und, welche unüblichen Dinge fressen eure Kätzchen gern?

Selbst gemacht: Kinderleichte Tomaten-Basilikum-Sauce

Im August wurden nach und nach die Tomaten auf meinem Balkon reif. Roh esse ich sie eigentlich nicht besonders gerne (außer Cocktail-Tomaten, die sind immer sehr lecker), deshalb habe ich die Tomaten eine Weile lang an den Stauden hängen lassen, damit eine gute Menge an reifen Tomaten zusammenkommt:

Letzte Woche hatte ich dann gut 1 Kilogramm Tomaten unterschiedlicher Art zusammen. Da ich das Basilikum heuer auch noch nicht abgeerntet hatte, pflückte ich das dazu und verarbeitete alles zu einer leckeren und wirklich einfachen Tomaten-Basilikum-Sauce. Hier das Rezept:

Zutaten

  • ~1 kg Tomaten
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • Etwas Pflanzenöl
  • Gewürze (Salz, Pfeffer, Paprika,…)
  • 1 Bund frisches Basilikum
  • Optional 1 Zwiebel
  • Optional 1 Schuss Tomatenmark aus der Tube

 

Zubereitung20190903_235513

1.) Die Tomaten und das Basilikum waschen und klein schneiden. Anschließend in einer Schüssel vermengen.

2.) Zwiebel und Knoblauch schälen und klein hacken.

20190904_0004363.) Zwiebel- und Knoblauch-Stücke mit etwas Öl ein paar Minuten anbraten. Nicht braun werden lassen.

4.) Die gewürfelten Tomaten dazugeben und umrühren.

5.) Die Mischung etwa 10 Minuten lang weich kochen.

20190904_0044456.) Alles leicht durch-pürieren (mit dem Pürierstab, damit keine zu großen Tomatenstücke mehr in der Sauce sind.

7.) Die pürierte Sauce ca. 20 Minuten lang weiterköcheln lassen. Ab und zu umrühren, damit sie nicht anbrennt. Nach belieben würzen.

8.) In der Zwischenzeit saubere Gläser mit Deckel vorbereiten. Am besten nochmal mit Spülmittel auswaschen, damit sie auch wirklich steril sind.

9.) Die Sauce abschmecken und im köchelnden Zustand langsam ein Glas nach dem anderen befüllen. Den Deckel sofort draufgeben, damit die Hitze nicht entweichen kann.

10.) Optional die Gläser auf dem Kopf stehend auskühlen lassen. Das hilft dabei, das Vakuum zu erzeugen. Heutzutage wegen den Weichmachern im Deckel, die sich durch die Hitze rauslösen können, vermutlich nicht mehr zu empfehlen, ich mach’s aber trotzdem noch so.20190907_215559

Am Ende bekam ich aus meinem Kilo Tomaten gut 800 ml Sauce in 5 kleinen Gläsern raus. Freu mich schon, wenn ich sie im Winter auf die Nudeln draufgeben kann :).

Kürbisse und ihre Problemzonen

Heuer habe ich zum dritten Mal zwei Hokkaido-Kürbisse auf meinem Balkon angepflanzt. In den letzten Jahren habe ich ohne Probleme immer zwei Kürbisse pro Pflanze ernten können, nur dieses Jahr gestalten sich die Wachstumsphase und die Befruchtung der Pflanzen und Blüten leider etwas schwierig. Das liegt vor allem an den folgenden drei Punkten.

Kürbis-Bestäubung: Eine Frage des Timings

Auf meinen Balkon im dritten Stock kommen leider nicht viele Bienen. Da Kürbisblüten sich in den Morgenstunden öffnen, sind auch die Nachtschwärmer um diese Zeit schon weg. Also bleibt nur die Bestäubung per Hand. Dazu müssen zumindest eine männliche und eine weibliche Blüte am selben Tag geöffnet sein:

Dieses Jahr hatte ich bisher großes Pech mit dem Timing. Es gab Tage, da waren drei oder vier männliche Blüten gleichzeitig offen, aber weit und breit keine weibliche Blüte. Dann gab es Tage, an denen schöne weibliche Blüten aufgegangen waren, aber die männlichen noch nicht so weit waren.

Erst letzten Donnerstag habe ich es geschafft, die erste weibliche Kürbisblüte dieses Jahr zu bestäuben – und selbst dafür musste ich männliche Blüten aus dem Garten meiner Eltern stibitzen, weil am Balkon einfach keine offen waren.

In nächster Zeit werden nochmal einige weibliche Blüten heranreifen, ich hoffe, dass ich dann auch noch einige von ihnen bestäuben kann. Insgesamt schon recht spät, aber noch haben die Früchte etwas Zeit, um reif zu werden.

Mehltau: Laugt die Pflanzen aus

Schon ab Mitte Juni hatte ich beginnenden Befall mit falschem Mehltau (der sowohl auf der Ober- als auch der Unterseite der Kürbisblätter weiße Flecken bildet). Mehltau ist eine Pilzerkrankung, der die Blätter nach und nach auslaugt und sich bei starkem Befall auf die gesamte Pflanze ausbreiten kann.

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Mehltau an Kürbisblatt

Ich habe in einem früheren Blog-Post bereits über den Mehltau berichtet, der auch meine Gurke schließlich dahingerafft hat (mit etwas Hilfe von grabenden Katzen). Ich habe zur Behandlung die folgenden Dinge ausprobiert:

  • Befallene Pflanzenteile entfernen
  • Milch-Wasser-Mischung aufsprühen
  • Backpulver-Wasser-Öl-Mischung aufsprühen

Das Entfernen der Pflanzenteile verlangsamt die Ausbreitung des Pilzes, aber man darf nicht zu viel entfernen, sonst kann die Pflanze nicht mehr leben. Die Milch-Wasser-Mischung hat den Pilz verschlimmert, erst die Backpulver-Wasser-Öf-Mischung hat den Pilz auf den befallenen Blättern effektiv abgetötet.

Dieses hausgemachte Fungizid hatte allerdings einen bösen Nebeneffekt: Das Wachstum der Blüten wurde enorm eingeschränkt. Während der 3-wöchigen Behandlung entstand keine einzige weibliche Blüte. Erst, als ich die Behandlung einstellte, kamen wieder welche.

Fäule – Tötet Blüten in den Kinderschuhen

Zu guter Letzt sind gerade in den letzten zwei Wochen, die etwas kühler und feuchter waren, einige Blüten einfach überhaupt nicht „reif“ geworden. Sie sind stattdessen zuerst gelb und dann braun geworden, vermutlich irgend eine Art von Fäule. Erst, als es wieder schöner wurde, sind wieder weibliche Blüten aufgegangen.


Mal sehen, ob ich trotz dieser Probleme noch ein paar Früchte ernten kann. Der erste Kürbis, den ich heuer bestäubt habe, wächst schon recht schön:

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Bestäubter Kürbis (Fruchtknoten)

Staphylokokken-Infektion bei Clio

Seit einigen Monaten hat Clio an der Nase einen braunen Fleck, der im Laufe von einigen Wochen den immer gleichen Zyklus durchläuft:

Zuerst ist er nur eine leicht bräunliche Stelle, dann wird er dunkler und dunkler, bis er fast schwarz ist. Dieser schwarze Schorf schält sich dann ab und der Kreis beginnt von vorne:

Staphylokokken
Dunkler Schorf an der Nase

Der Tierarzt hat vor ein paar Wochen die Diagnose „Staphylokokken-Infektion“ gestellt. Da Staphylokokken grundsätzlich überall um uns herum sind und vor allem auf der Haut und Schleimhaut von Mensch und Tier vorkommen, ist so eine äußerliche Infektion zum Glück nicht schlimm und kann in diesem frühen Stadium medikamentös behandelt werden.

Behandlung

Für die Behandlung muss ich Clio jeden Tag 3 Tropfen eines Medikaments mit dem Futter gemeinsam eingeben. Da Clio eher wenig frisst und sich das Medikament nicht direkt eingeben lässt, habe ich auf einen Kniff zurückgegriffen:

Clio mag sehr gerne die Katzen-Sticks von Activa Friends. Diese sind auch einigermaßen saugfähig, deshalb träufle ich die Tropfen einzeln auf die Sticks drauf und gebe ihr diese zum Fressen. Das funktioniert super und ich glaube, ich werde das zukünftig bei kleinen Mengen von Medizin immer so machen.

Der braune Fleck ist schon gut zurückgegangen und nur noch klein, also ist Clios Näschen bald wieder so weiß wie es eigentlich sein soll :).