August: Trixie zieht ein

Ende Juli war es dann so weit – das zweite Katzenmädchen durfte ebenfalls einziehen: Trixie.

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Name: Trixie

Geburtsdatum: 13. Mai

Charakter: Energiegeladen, willensstark, etwas schüchtern gegenüber Fremden.

Angewöhnung und Zusammenführung

Auch, wenn Clio und Trixie noch kleine Kätzchen waren, wollte ich doch die Zusammenführung von Anfang an richtig machen, damit sie sich schrittweise aneinander annähern können.

Am ersten Abend richtete ich auch für Trixie das Bad als „Safe Zone“ ein, mit Kratzbaum, Katzenkistchen und Futter. Das hat Trixie leider gar nicht gefallen. Sie hat geschrien und geschrieen, war durch die geschlossene Tür bis ins Schlafzimmer zu hören. Man sollte nicht denken, dass eine so kleine Katze solch eine riesige Stimme produzieren kann, aber es ist so. Trixie tat fast die ganze Nacht lang ihren Unmut kund, sie tat mir richtig Leid.

Am nächsten Tag ließ ich sie bereits ein wenig im Flur herumlaufen, natürlich von Clio getrennt. Dann passierte aber genau das, was ich eigentlich nicht wollte: Trixie entwischte aus dem Bad, während Clio gerade Zugang zum Flur hatte! Sie beschnupperten und fauchten sich natürlich erst mal ordentlich an, aber ich wollte Trixie auch nicht mehr ins Bad einsperren, also ließ ich sie erst mal gewähren.

Das stellte sich leider als Fehler raus, denn am folgenden Wochenende fand ich einige „Unfälle“ unter dem Esstisch. Wer es war, kann ich nicht sagen, aber ich wollte das nicht zur Gewohnheit werden lassen.

Trennung auf Zeit

Ich trennte die beiden also wieder, indem ich die Wohnung durch die geschlossene Esszimmertür in zwei Hälften teilte, mit Bad, Flur und Schlafzimmer (geschlossen) auf einer Seite und Esszimmer, Küche und Wohnzimmer auf der anderen Seite der Tür. Beide Hälften verfügten über eine Katzenkiste und Futter und Wasser und eine Katze.

In den ersten Tagen teilte ich meine Zeit zwischen den beiden Hälften auf und spielte mit beiden Kätzchen getrennt. Durch die Esszimmertür konnten beide sich gegenseitig sehen und beschnuppern.

Nach ein paar Tagen hob ich die Trennung halbtags auf und begann, gemeinsam mit ihnen zu spielen. Clio war anfangs nicht erfreut, ging von Fauchen in unglückliches Brummen über und ließ Trixie nicht an sich heran. Trixie hatte auf jeden Falls schon Interesse an Clio, doch Clio wollte nichts davon wissen.eDiese Dynamik änderte sich nach ca. 1 Wochn. Clio beruhigte sich allmählich, das Brummen wurde leiser und sie zeigte erstmals sogar Interesse an Trixie. Nun wollte allerdings Trixie wieder Abstand und fauchte Clio an, wenn sie sich näherte.

Diese Phase dauerte etwa 1 Woche, doch dann versöhnten (oder verschwesterten?) die beiden sich und begannen, mit einander zu spielen und sogar zu kuscheln.

Die Anfänge einer wunderbaren Freundschaft

 

Das Kätzchen und die Zimmerpflanzen

Kennt ihr das auch? Ihr hegt und pflegt eure Zimmerpalmen oder Blühpflanzen oder Kakteen, habt es gerne grün oder bunt oder stachelig. Dann holt ihr euch eine Katze ins Haus und es geht los: Töpfe fallen um oder hinunter, springen oder brechen, Pflanzen werden angeknabbert oder komplett gefressen, Erde wird herausgepfötelt oder die ganze Pflanze gleich ausgegraben.

Mitte Juli war Clio bereits ein kleiner Wirbelwind, der die Wohnung erkundete, Grenzen auslotete und sich natürlich auch an meinen Zimmerpflanzen vergriff. Sie verwendete den Drachenbaum als Kratzbaum, spielte mit dem Weihnachtsstern, weil er so schön raschelt, und riss die Grünlilien auseinander.

Was also tun?

Ich sicherte meine Zimmerpflanzen auf drei verschiedene Arten:

  • So hoch hinaufstellen, dass die Kätzchen nicht drankommen
  • In Ampeln aufhängen
  • Auf der Stellfläche ankleben

In der ersten Zeit war es noch genug, die Grünlilien auf ein ca. eineinhalb Meter hohes Highboard zu stellen. Für größere Pflanzen, wie den Drachenbaum und den drei Jahre alten Weihnachtsstern (unglaublich buschig), musste ich mir was anderes einfallen lassen.

Also habe ich die Töpfe dieser Pflanzen einerseits mit einem übriggebliebenen Fliegennetz gesichert, damit Mietze keine Erde mehr herausfischen kann, und andererseits ohne Gnade mit Klebeband am Regal oder Fensterbrett befestigt, damit sie nicht mehr umfallen können.

Und so gehts:

  1. Topf abmessen.
  2. Fliegennetz ausbreiten und im Durchmesser des Topfes mit ca. 5 cm Zugabe rund ausschneiden.
  3. In der Mitte einen Auslass für die Pflanze schneiden und einen Spalt bis zum Rand, wo der Pflanzenstamm „hineinrutschen“ kann.
  4. Die Pflanze vom Fliegennetz umgeben.
  5. Das Netz mit Klebeband am Topf fixieren
  6. Den Spalt im Netz mit Klebeband verkleben, sodass die Pflanze mit 360° Netz umgeben ist.

 

Als das Highboard irgendwann nicht mehr gereicht hat, habe ich mir im Einrichtungshaus mit dem roten Stuhl drei Blumenampeln (mit Plastik ausgekleidete Töpfe mit mitgelieferten Seilen) an den Vorhangstangen aufgehängt und habe die Grünlilien samt Töpfen einfach dort hineingestellt. Natürlich ziehen die Katzen trotzdem die Ableger der Lilien ab, aber die Pflanzen an sich können sie nicht mehr zerstören.

Juli: Clio zieht ein

Am 4. Juli 2018 zog die erste meiner beiden neuen Katzenmädchen bei mir ein: Clio.

Kurz-Steckbrief

Name: ClioIMG-20180617-WA0002

Geburtstag: 17. April

Charakter: Gemütlich, kuschelig, etwas bewegungsunwillig, mutig.

Angewöhnung

Ich richtete für Clio im Badezimmer einen „Save-Room“ ein, wo sie am ersten Abend mit einem Kratzbaum, etwas Futter und dem Katzenklo etwas zur Ruhe kommen konnte.

In den nächsten Tagen erweiterte ich Schritt für Schritt ihren Zugang zur Wohnung, vom Bad in den Flur, vom Flur ins Esszimmer und Wohnzimmer. Nur das Schlafzimmer ließ ich einstweilen katzenfrei, da ich ja noch ein zweites Kätzchen erwartete und nicht wollte, dass Clio das Schlafzimmer bereits völlig in Beschlag nahm.

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In der ersten Zeit versteckte sie sich natürlich noch unter der Couch und in diversen Ecken, zum Beispiel im Stauraum des ausziehbaren Esstisches oder in der Garderobenkommode.

 

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Ich schlug mein Lager (eine Jogamatte und eine Decke) am Esszimmerboden auf, machte dort jeden Tag ein Nickerchen und spielte mit Clio um sie mit meinem Geruch vertraut zu machen. Nach einigen Tagen zeigten meine Bemühungen Wirkung und sie legte sich bereits zu mir, wenn ich mein Nickerchen hielt.

 

Toilettentraining, wer braucht schon sowas?

Clio war von Anfang an komplett stubenrein. Ich musst ihr nur einmal zeigen, wo sich das Katzenkistchen befindet, von da an fand sie ganz von allein hinein und wusste instinktiv, was sie zu tun hatte. Ein paar kleine Unfälle passierten lediglich später, als ihre kleine Adoptivschwester Trixie dazukam. Mehr dazu später.

Ein paar Video-Impressionen

Selbst gemacht: Balkonsicherung

Im Juni war bereits klar, dass bald zwei kleine Kätzchen bei mir einziehen würden. Da der Balkon laut Tierschutzgesetz (und gesunden Hausverstand, da meine Wohnung im 3. Stock liegt) mit einem Katzenschutznetz gesichert werden musste, ich aber die Möglichkeit haben wollte, das Netz leicht entfernen zu können, wenn ich Teppiche übers Geländer hängen möchte, haben wir den Balkon nach demselben Prinzip gesichert wie bei der Balkonbeschattung.

Nötige Materialen

  • Katzenschutznetz mit weniger als 4 cm Maschenweite
  • 4 normale oder Dämmstoffdübel
  • 4 Stahlhaken mit mindestens 3 mm Durchmesser
  • 4 Spannschrauben und 4 Spannringe
  • 2 Stahlseile mit 3 mm Durchmesser
  • Mehrere kleine Haken (+ Dübel) zum Befestigen des Katzenschutznetzes an den Seitenwänden
  • 4 Flacheisen, 2 davon mit 90° Winkel
  • 2 Holzstäbe (ca. 1 cm Stärke) mit Länge von Balkongeländer bis Decke

Montage

Die Flacheisen befestigten wir mit Schrauben auf Höhe des Balkongeländers direkt an der Verankerung des Geländers in den Seitenwänden. An der Decke schraubten wir die beiden Flacheisen mit Winkel so in den Blech-Regenschutz, dass die kurzen, 90° abgewinkelten Stellen an den Seitenwänden nach unten zeigten:

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In die Flacheisen bohrten wir dann die Löcher für die Stahlhaken, an denen wir jeweils eine Hälfte der Spannschrauben einhängten.

Als Netz wählten wir ein Netz aus verknüpften Nylonfäden im Maß von 3 mal 6 Metern(meine Balkonöffnung von Seitenwand zu Seitenwand und von Geländer zur Decke hat ca 2,50 mal 5,40 Meter).

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Die Stahlseile schnitten wir ab, sodass sie die gesamte Länge des Balkons plus ca. 20 cm Zugabe lang wurden. An die Seilenden befestigten wir die zweiten Hälften der Spannschrauben, dann fädelten wir das Katzenschutznetz auf das erste Seil auf und schraubten die Spannschrauben an den Seilenden mit ihren Gegenstücken an der Decke des Balkons zusammen, um das Netz

aufzuhängen.

Nach dem Aufhängen zogen wir das Netz glatt um zu schauen, in welche Maschenreihe wir das untere Seil einfädeln mussten. Danach schnitten wir den überschüssigen Teil des Netzes unten ab und wiederholten denselben Vorgang auf der Längsseite des Netzes.

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In die Seitenwände des Balkons zwischen unterem und oberem Seil schraubten wir im Abstand von etwa 30 cm noch einige kleine Haken mit sehr kleiner Öffnung, mit deren Hilfe wir die losen Enden des Netzes fest an der Wand befestigten, damit die Kätzchen an den Seiten nicht durchschlüpfen können.

Um meinen Plan, auch trotz des Netzes noch Teppiche und Decken über das Balkongeländer ausschütteln und auslüften zu können, umzusetzen, schnitten wir das Netz in der Mitte des Balkons von Geländer zur Decke hinauf auseinander. Danach fädelten wir zwei dünne Holzstäbe, die über die gesamte Höhe des Balkons von Geländer bis Decke reichen. Die Stäbe hängten wir dann sowohl in das obere als auch das untere Stahlseil mit kleinen Stahlhaken ein, die ordentlich an den Seilen verschoben werden können.

Fazit

Es ergibt eine Balkonsicherung, die ordentlich hält, mir aber trotzdem die Flexibilität lässt, das Netz aufzuschieben und das Balkongeländer weiterhin zum Beispiel mit Blumenkisten oder anderen Dingen zu dekorieren oder mal die Bettdecke zum Auslüften aufzuhängen.

Es funktioniert sehr gut, das Netz kann sich beim Auf- und Zuschieben manchmal etwas verheddern, das hat man aber schnell wieder entwirrt, weil das Netz sowieso entlang der Stahlseile und Holzstäbe befestigt ist und sich nicht komplett „verabschieden“ kann. Die Stäbe lassen sich dank der glatten Haken sehr gut verschieben, wodurch ich die beiden Hälften flexibel bis zu den Seitenwänden aufschieben oder die Stöcke mit Drahtstücken zusammenbinden und den Balkon komplett sichern kann.

Mai: Balkonbepflanzung

Im Mai (nach den Eisheiligen, sicher ist sicher) hatte ich dann endlich Gelegenheit, die Balkonplanung in die Realität umzusetzen.

Topfgrößen

Für die Physalis verwendete ich einen 70×35 cm großen Trog (ca. 40 cm tief). Für 6 Pflanzen fand ich darin Platz. Zusätzlich stellte ich noch eine 50×20 cm große Kiste mit 3 Pflanzen auf.

Da ich von allen Tomaten, die ich gezogen hatte, 2 Pflanzen haben wollte, pflanzte ich 2 rote Cocktail- und 2 rote Balkontomaten ebenfalls in einen solchen Trog. Die Zwischenräume füllte ich mit Basilikum von meiner Mutter. Basilikum und Tomaten sollen sich ja gut vertragen. Die Andenhorn-, Tigerella- und Black Cherry-Tomaten pflanzte ich jeweils zu zweit in Töpfe mit ca. 35 cm Durchmesser und ca. 35 cm Höhe.

Für die mexikanische Minigurke verwendete ich einen ca 90x40x40 cm großen Trog mit eingebautem Spalier, denn die Minigurke (wie normale Gurken auch) möchte klettern und ranken. Die Ringelblumen und zwei direkt gesäte Kapuzinerkresse-Knollen leisteten ihr Gesellschaft.

Meine Kräuter (Rosmarin, Oregano, Thymian und Schnittlauch vom letzten Jahr, zusätzliches Basilikum und Petersilie) pflanzte ich in eine vertikale Kistenkombination aus drei 50×15 cm großen Blumenkisten, die ich bei Bellaflora gefunden hatte.

Zwei Hokkaidokürbisse pflanzte ich wie letztes Jahr auch in einen großen ca. 50x50x50 cm großen Topf. Kürbisse sind Starkzehrer, die brauchen viel Platz und viele Nährstoffe. Zum Ranken gab ich ihnen die mittlere Ebene eines Eisenregals. Dort können auch die Früchte gut liegen und sind von allen Seiten belüftet, damit sie nicht schimmeln.

Die Erdmandeln pflanzte ich in ca 50×20 cm große Blumenkisten, jeweils den Inhalt von 3 Pikiertöpfchen pro Kiste. Einen davon hängte ich über das Balkongeländer, die andere kam aufs Eisenregal.

Zusätzlich ließ ich natürlich noch Platz für meine Liege und eine Tisch und Sesseln, denn die schönste Bepflanzung bringt nicht viel, wenn ich keinen Platz mehr habe um ihn zu genießen.

Im Endeffekt sah mein Balkon dann so aus:

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Meine Balkonaufteilung 2018

Bodenbeschaffenheit

Zu unterst eine Drainageschicht aus Blähton. Um den Pflänzchen von Anfang an genügen Nährstoffe zur Verfügung zu stellen, verwendet ich komposthaltige Blumenerde, die ich großzügig mit Hornspänen mischte. Man kann dann auch noch eine Lage Brennesseln einmengen, das hab ich aber nicht gemacht.

Danach war es nur noch eine Frage des regelmäßigen Gießens und Düngens, und bald würde ich Tomaten, Physalis, Kürbisse, Gurken und Kräuter ernten können. Dachte ich jedenfalls…

Selbst gemacht: Balkonbeschattung

Letztes Jahr ließ ich auf meinem Balkon, weil er auf der Wetterseite meines Wohnhauses liegt und dadurch Wind und Regen ungehindert hineinwüten konnten, eine halbseitige Verglasung installieren.

Die Verglasung hält jetzt zwar den Wind und den Regen ab, allerdings macht sie die Installation einer Markise unmöglich, weil außen kein Platz für den Markisenkasten bleibt. Das sorgt natürlich für Probleme, wenn die Sonne im Sommer ungehindert auf meine Pflanzen hinbrennt. Dadurch, dass mein Balkon an drei Seiten geschlossen ist und Südwest-Ausrichtung hat, kann es da im Hochsommer gerne 50 Grad in der Sonne bekommen. Was also tun?

Do-it-yourself-Beschattung für 3-seitig geschlossene Balkone

Im Mai legte ich mit Hilfe meiner Familie also selbst Hand an. Eine eigene, flexible Beschattung musste her.

Dass die Seitenwände meines Balkons aus solider Mauer bestehen, kam bei diesem Vorhaben sehr zugute. Wir entschlossen uns, auf Höhe des Balkongeländers und an den oberen Rändern der schmalen Seitenwände jeweils einen Haken einzubohren und zwischen den Haken jeweils ein Seil zu spannen. Auf diesen Seilen würden wir dann UV-geschützte Beschattungsvorhänge anbringen, die sich flexibel je nach Sonnenstand verschieben lassen.

Nötige Materialien

  • 4 Dämmstoff- oder normale Dübel, je nach Wandbeschaffenheit
  • 4 Stahlhaken (mindestens 3 mm Stärke)
  • 4 Spannschrauben und Spannringe
  • 2 ca. 3 mm starke Stahlseile (Länge: Balkonlänge plus beidseitige Zugabe für die Befestigung an den Spannschrauben
  • Verdunkelnder Vorhangstoff für draußen mit UV-Beschichtung

Anbringung

Die Wände meins Balkons sind gedämmt, deshalb verwendeten wir Dämmstoffdübel, um eine sichere Verankerung zu bekommen. In die Dübel drehten wir dann stabile Stahlhaken ein. In die Haken kam jeweils eine Hälfte von Spannschrauben. Die beiden anderen Hälften befestigten wir an 3 mm dicken Stahlseilen, die wir auf der Innenseite der Verglasung vorbeileiteten. Auf diese Stahlseile wurde dann der Vorhangstoff aufgefädelt.

Für den Vorhangstoff entschied ich mich für zwei 90 cm breite Stoffbahnen mit der Länge des Abstands zwischen Decke und Balkongeländer (plus Zugabe für Schlaufen oben und unten). Beim Stoff ist es wichtig, dass der Stoff die folgenden Eigenschaften hat:

  • für Außenanwendung geeignet
  • widerstandsfähig gegen Farbverlust in der Sonne
  • beschichtet gegen UV
  • komplett abdunkelnd, sonst gibt er keinen Schatten

Nach dem Auffädeln der Stoffbahnen sowohl auf dem oberen als auch auf dem unteren Stahlseil verbanden wir die Spannschrauben an beiden Seitenwänden wieder mit ihren am Seil befestigten Gegenstücken, hakten sie an den in den Wänden eingedrehten Haken ein und sorgten für ordentliche Spannung.

Fazit

Die Beschattung funktioniert super. Ich kann die Stoffbahnen auf den Stahlseilen hin- und herschieben wo ich sie brauche und weiterschieben, wenn die Sonne wandert. So kann ich zum Beispiel meinen Kopf auf der Liege mit einer Bahn beschatten und die Pflanzen am anderen Ende des Balkons mit der anderen Bahn. Wenn es regnet und ich die Beschattung nicht brauche, ziehe ich beide Bahnen einfach an einem Ende des Balkons zusammen und binde sie mit einer Schleife fest.

Wenn ihr einen dreiseitig geschlossenen Balkon habt und an eurer Außenfassade bohren dürft, könnt ihr so eine Beschattung auch installieren, wenn ihr keinen Platz für einen Sonnenschirm oder keine Möglichkeit für eine Markise habt. Die höchsten Kosten entstehen dabei für den Vorhangstoff, der je nach Anbieter, Qualität und Menge zwischen € 100,00 und 200,00 kosten kann. Alle anderen Materialien bekommt ihr günstig im gut sortierten Baumarkt.

Im Porträt: Erdmandel (Teil 1)

Die Erdmandel (Cyperus esculentus) ist eine Zyperngras-Art, die im November/Dezember zur Erntezeit kleine, ca 0,5 bis 1cm große Knollen ausbildet. Die Knollen sind essbar (roh oder getrocknet und gemahlen) und vor allem in Spanien, wo die Erdmandel angebaut wird, anscheinend recht beliebt. Wenn sie sich wohlfühlt, kann diese Pflanze sich weitläufig und von selbst (entweder durch unterirdische Ableger oder durch übriggebliebene Knollen) weit ausbreiten, deshalb ist bei uns nur die Topfhaltung empfohlen, um invasorische Ausbreitung zu verhindern.

So weit die Theorie. Was ist mit der Praxis?

Teil 1 – Anzucht

Mit der Erdmandel habe ich letztes Jahr schon etwas geliebäugelt, nachdem ich bei unserer örtlichen Gärtnerei ein Saat-Säckchen entdeckt habe. Dieses Jahr habe ich mich schließlich entschieden, sie auszuprobieren.

Die Erdmandeln waren getrocknet und eingeschrumpelt, als sie aus der Packung kamen:

Getrocknete Erdmandeln

Die trockenen Erdmandeln müssen mindestens 24 Stunden lang vor dem Einbringen in die Erde in Wasser aufquellen, um nach der Trocknung keimfähig zu werden:

Erdmandeln quellen in Wasser auf

Nach den 24 Stunden waren die kleinen Mandeln schön aufgequollen und sahen dann ein bisschen wie kleine, braune Maden aus. Sie fühlten sich natürlich nicht an wie Maden, sondern waren recht glatt, mit kleinen Haarwurzeln, die aus den Knollen rausschauent:

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Die Erdmandeln waren damit bereit, unter die Erde gebracht zu werden. Dazu habe ich in kleine Töpfe (ca 10 cm Durchmesser) jeweils drei Mandeln in etwa 4 cm Tiefe eingegraben.

Wie es damit weiterging, erfahrt ihr ein anderes Mal.

April: Alles sprießt

Da man ja am Jahresende traditionell zurückblickt, und ich außerdem meinen Blog jetzt endlich (re-)aktiviere, fange ich dieses Jahr schon etwas früher mit dem Jahresrückblick an.

Also, was hat sich im April 2018 so getan?

Anfang bis Ende März habe ich fleißig fast alle Samen unter die Erde gebracht. Im April ist die Saat gut aufgegangen. Hier ein paar Impressionen:

Oregano und Rosmarin waren heuer ein erster Versuch. Die Ringelblumen sind mein zweiter Versuch – im letzten Jahr hatte ich sie zum Kürbis gepflanzt und der hat ihnen ohne Gnade sowohl Sonne als auch Nährstoffe geklaut.

Die Samen der mexikanischen Minigurken und der Hokkaido-Kürbise ich aus der letztjährigen ersten eigenen Ernte gewonnen.

Die Tomaten (Cocktail-Tomaten, Black Cherry Cocktail-Tomaten, Andenhorn, Tigerella und rote Balkontomaten). Die Balkontomaten und roten Cocktail-Tomaten baue ich bereits zum dritten Mal aus selbst gewonnenem Saatgut an, die Black Cherry zum ersten Mal und Andenhorn- und Tigerella-Samen habe ich letztes Jahr aus geschenkten Biofrüchten herausgeholt.

Physalis bauen meine Eltern und ich schon seit über 7 Jahren an, dieses Jahr habe ich aber zum ersten Mal welche permanent auf meinen Balkon gepflanzt. Wie es denen in diesem sehr heißen Jahr ergangen ist, erfahrt ihr später.

Zu den Zinnien und Lilien habe ich mich mehr oder weniger überreden lassen, um ein paar „Farbtupfer“ am Balkon zu haben.

Im nächsten Post stelle ich euch eine eher exotische Knollenpflanze vor – die Erdmandel, über die ich mich heuer auch erstmalig drübergetraut habe.

Jaja, der innere Schweinehund…

Sieh dir das an, jetzt hab ich meinen Blog gestartet, es ist März, dann suche ich mir Bilder raus und lege einen Plan an, welche Einträge ich wann machen möchte – und dann wacht auf einmal dieses Miststück auf:

https://pixabay.com/de/schweinehund-innerer-schweinehund-2613125/

Der innere Schweinehund! Er liegt gern auf der Couch oder im Bett oder im Liegestuhl und er möchte gefüttert werden, mit allerlei Belanglosigkeiten von Arbeit über Computer Spielen und Fernsehen bis zu Urlaub Machen.

Und auf einmal ist Dezember, du liebe Güte, und mein letzter Blogpost liegt mittlerweile fast 9 Monate zurück. Jetzt weiß ich wieder, warum ich als Kind nie Tagebuch geschrieben hab.

Aber nun ist Schluss mit Prokrastination. Es gibt viel zu erzählen. Nicht nur, dass ich dieses Jahr allerlei neue Pflanzen auf dem Balkon ausprobiert hab, nicht nur, dass ich heuer zum allerersten Mal meine Wohnung schön weihnachtlich geschmückt hab, nein, das beste kommt zum Schluss: Es sind zwei kleine Kätzchen bei mir eingezogen:

Clio (rot-weiße Katze) & Trixie (Schildpatt-Katze)
Meine neuen Mitbewohnerinnen: Clio und Trixie

Wie es uns in der Zwischenzeit ergangen ist, erfahrt ihr in den nächsten Posts.

Balkon-Planung 2018 – Teil 1

Es ist März. Der Winter geht zwar langsam vorbei, aber in Sachen Gärtnern tut sich noch nicht recht viel, zumindest am Balkon. Klar, ein paar Frühlingsblüher hat man schnell gepflanzt, aber die weitere Verwendung des Balkons sollte schon jetzt gut geplant werden.

Aus diesem Grund gibt es als kleinen Denkanstoß mal eine Vorab-Liste an Obst- und Gemüsepflanzen, die heuer auf meinem 7m²-Balkon landen werden:

  • Rote Balkon-Tomaten
  • Rote Cocktail-Tomaten
  • Cocktail-Tomaten „Black Cherry“
  • Tomaten „Andenhorn“
  • Tomaten „Tigerella“
  • Mexikanische Mini-Gurken
  • Erdmandeln
  • Hokkaido-Kürbis
  • Physalis
  • Karotten „Pariser Markt 4“

Die Samen für die Mini-Gurken, Kürbisse, roten Cocktail-Tomaten, Balkon-Tomaten und Physalis habe ich selbst aus Früchten der vergangenen Saison gewonnen.

Die Samen für Black Cherry, Andenhorn und Tigerella habe ich aus gekauften Bio-Früchten gewonnen, diese werden also ein Experiment, um zu sehen, ob aus denen was wird.

Die Erdmandeln und Karotten sind gekaufte Samen. Wenn mit ihnen alles klappt, werde ich nächstes Jahr vielleicht selbst Samen daraus gewinnen können.

Davon abgesehen wird es einige Blütenpflanzen und Kräuter geben, unter anderem Rosmarin, Basilikum, Schnittlauch, Petersilie, Zinnien und Geranien, damit die Bienen auch etwas Futter finden. Nicht, dass sich viele Bienen in den dritten Stock verirren – der Flieder im Gemeinschaftsgarten ist viel verlockender. Aber vielleicht kann ich sie mit den Blumen etwas anlocken.

Im Laufe der nächsten Wochen und Monate halte ich euch auf dem Laufenden, was den Fortschritt meiner Balkon-Begrünung angeht und stelle meine Erfahrungen mit den genannten Pflanzen und ihrer Vermehrung und Aufzucht vor.