Katzeneis für überhitzte Gemüter

In den letzten Wochen war es sehr heiß in Österreich, mit bis zu 36 Grad Lufttemperatur. Durch die Südwestlage meines Balkons hatte es bei mir gleich mal 45 Grad, wenn die Sonne am Nachmittag voll hin schien.

Natürlich wollten Clio und Trixie trotzdem nach draußen und lagen dann auf den warmen Fliesen herum. Damit sie nicht überhitzten, stellte ich ihnen einen Katzenbrunnen sowie feuchte Handtücher zur Verfügung. Und irgendwann entdeckte ich auf www.artgerechtes-katzenleben.de die Idee, Eis für Katzen herzustellen.

Toll, das musste ich natürlich gleich ausprobieren.

Zutaten und Zubereitung

Ich habe das Rezept ein bisschen abgewandelt, da ich noch einige Probepackungen von diversen Katzensnacks zuhause hatte:

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Diese quetschte ich in den Standmixer und gab noch etwas Wasser dazu, damit es nicht zu dickflüssig wird. Dann schön für ein paar Minuten mixen, bis die Mischung cremig wurde:

Zum Einfrieren füllte ich die Masse in Schnapsstamperl, damit die Portion nicht zu groß wurde, die fror ich für eine Nacht im Gefrierfach ein:

Bewertung durch Clio und Trixie

Das Eis ist super angekommen, am besten zeigt das dieser Video-Beweis:

Zur Zeit haben wir zum Glück eine kleine Abkühlungsphase, aber so ein Eis mache ich auf jeden Fall wieder, wenn es wieder so heiß wird.

Selbst gemachte Erdmandelmilch

Da ich ja Ende letzten Jahres meine erste Erdemandel-Ernte eingefahren habe, wollte ich bald mal das in Spanien besonders beliebte Getränk „Horchata de Chufa“ (Erdmandelmilch) ausprobieren. Dabei handelt es sich um einen Extrakt von gemahlenen Erdmandeln, dem Wasser und etwas Zucker zugesetzt wird.

Wie das Getränk geworden ist, erfahrt ihr hier.


Arbeitszeit: Ca. 1 Stunde reine Arbeitszeit, mehrere Stunden Wartezeit

Zutaten:

  • Ca. 100 Gramm getrocknete Erdmandeln
  • Ca. 700 ml Wasser
  • Ca. 70 Gramm Zucker
  • Zimt
  • Standmixer, Sieb

Zugrunde liegendes Rezept (abgewandelt): https://www.enforex.com/spanisch/kultur/horchata.html 


Zubereitung

Am Freitag Nachmittag begann ich mal damit, die getrockneten Erdmandeln ordentlich zu wässern. Ich füllte sie in zwei Gläser mit Deckel und bedeckte sie komplett mit Wasser. Nach 24 Stunden hatten sie etwa das doppelte an Volumen erreicht und sich schön voll gesogen:

Am Samstag Nachmittag füllte ich die voll gesogenen Erdmandeln mit etwa 30% des Wassers in den Standmixer und mixte sie in einigen Durchgängen (mit zwischenzeitlichem Umrühren) zu einer cremigen Paste, die wunderbar nussig roch:

Nach dem Zerkleinern goss ich die Paste mit etwa 500ml Wasser auf und stellte sie für einige Stunden in den Kühlschrank:

In der Nacht fügte ich dann noch den Zucker und etwas Zimt hinzu und rührte einige Minuten kräftig um, bis dieser sich aufgelöst hatte. Danach kam die Mischung wieder in den Kühlschrank.

Am Sonntag Nachmittag war es dann so weit, dass ich die Mischung mit einem Sieb ordentlich aussieben konnte. Das daraus entstandene Getränk sieht sogar recht appetitlich aus, ein bisschen wie Schokomilch:


Der Geschmackstest

Die Erdmandelmilch schmeckt hervorragend. Sie ist vielleicht etwas süß geraten, aber im Abgang schmeckt sie ganz toll nach Mandeln und ist wunderbar erfrischend. Das Wetter hat zum Glück auch mitgespielt und so saß ich mit meinem Drink am Balkon in der Sonne und entspannte mich nach dem anstrengenden Auspflanzen.

Die übrig gebliebene Mandel-Paste vom Siebe-Durchgang setzte ich am Sonntag spontan ein zweites Mal mit 500ml Wasser und 40 Gramm Zucker an (versuchsweise). Auch diese Mischung schmeckte nach 24 Stunden im Kühlschrank und neuerlichem Aussieben ganz lecker und war dann auch weniger süß. Sogar Trixie wollte davon naschen, so gut war das 🙂

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Insgesamt gingen sich etwa 1 Liter reine Erdmandelmilch in zwei Durchgängen aus, die ich über 3 Tage hinweg genießen konnte.

Für die Zukunft

Mit der nächsten Ernte werde ich womöglich noch ein drittes Mal Ansetzen probieren, bin gespannt wie weit ich die Erdmandeln „strecken“ kann. Erdmandelmilch werde ich auf jeden Fall wieder machen.

Die Wartezeit zwischen den einzelnen Arbeitsschritten kann man vermutlich um einiges verkürzen. Ich würde die Erdmandeln nicht unter 12 Stunden im Wasser quellen lassen, aber die Zeit zwischen Zermahlen, Zucker Zugeben und Sieben kann man sicher auf die Hälfte reduzieren.

Selbst gemacht: Balkonbeschattung

Letztes Jahr ließ ich auf meinem Balkon, weil er auf der Wetterseite meines Wohnhauses liegt und dadurch Wind und Regen ungehindert hineinwüten konnten, eine halbseitige Verglasung installieren.

Die Verglasung hält jetzt zwar den Wind und den Regen ab, allerdings macht sie die Installation einer Markise unmöglich, weil außen kein Platz für den Markisenkasten bleibt. Das sorgt natürlich für Probleme, wenn die Sonne im Sommer ungehindert auf meine Pflanzen hinbrennt. Dadurch, dass mein Balkon an drei Seiten geschlossen ist und Südwest-Ausrichtung hat, kann es da im Hochsommer gerne 50 Grad in der Sonne bekommen. Was also tun?

Do-it-yourself-Beschattung für 3-seitig geschlossene Balkone

Im Mai legte ich mit Hilfe meiner Familie also selbst Hand an. Eine eigene, flexible Beschattung musste her.

Dass die Seitenwände meines Balkons aus solider Mauer bestehen, kam bei diesem Vorhaben sehr zugute. Wir entschlossen uns, auf Höhe des Balkongeländers und an den oberen Rändern der schmalen Seitenwände jeweils einen Haken einzubohren und zwischen den Haken jeweils ein Seil zu spannen. Auf diesen Seilen würden wir dann UV-geschützte Beschattungsvorhänge anbringen, die sich flexibel je nach Sonnenstand verschieben lassen.

Nötige Materialien

  • 4 Dämmstoff- oder normale Dübel, je nach Wandbeschaffenheit
  • 4 Stahlhaken (mindestens 3 mm Stärke)
  • 4 Spannschrauben und Spannringe
  • 2 ca. 3 mm starke Stahlseile (Länge: Balkonlänge plus beidseitige Zugabe für die Befestigung an den Spannschrauben
  • Verdunkelnder Vorhangstoff für draußen mit UV-Beschichtung

Anbringung

Die Wände meins Balkons sind gedämmt, deshalb verwendeten wir Dämmstoffdübel, um eine sichere Verankerung zu bekommen. In die Dübel drehten wir dann stabile Stahlhaken ein. In die Haken kam jeweils eine Hälfte von Spannschrauben. Die beiden anderen Hälften befestigten wir an 3 mm dicken Stahlseilen, die wir auf der Innenseite der Verglasung vorbeileiteten. Auf diese Stahlseile wurde dann der Vorhangstoff aufgefädelt.

Für den Vorhangstoff entschied ich mich für zwei 90 cm breite Stoffbahnen mit der Länge des Abstands zwischen Decke und Balkongeländer (plus Zugabe für Schlaufen oben und unten). Beim Stoff ist es wichtig, dass der Stoff die folgenden Eigenschaften hat:

  • für Außenanwendung geeignet
  • widerstandsfähig gegen Farbverlust in der Sonne
  • beschichtet gegen UV
  • komplett abdunkelnd, sonst gibt er keinen Schatten

Nach dem Auffädeln der Stoffbahnen sowohl auf dem oberen als auch auf dem unteren Stahlseil verbanden wir die Spannschrauben an beiden Seitenwänden wieder mit ihren am Seil befestigten Gegenstücken, hakten sie an den in den Wänden eingedrehten Haken ein und sorgten für ordentliche Spannung.

Fazit

Die Beschattung funktioniert super. Ich kann die Stoffbahnen auf den Stahlseilen hin- und herschieben wo ich sie brauche und weiterschieben, wenn die Sonne wandert. So kann ich zum Beispiel meinen Kopf auf der Liege mit einer Bahn beschatten und die Pflanzen am anderen Ende des Balkons mit der anderen Bahn. Wenn es regnet und ich die Beschattung nicht brauche, ziehe ich beide Bahnen einfach an einem Ende des Balkons zusammen und binde sie mit einer Schleife fest.

Wenn ihr einen dreiseitig geschlossenen Balkon habt und an eurer Außenfassade bohren dürft, könnt ihr so eine Beschattung auch installieren, wenn ihr keinen Platz für einen Sonnenschirm oder keine Möglichkeit für eine Markise habt. Die höchsten Kosten entstehen dabei für den Vorhangstoff, der je nach Anbieter, Qualität und Menge zwischen € 100,00 und 200,00 kosten kann. Alle anderen Materialien bekommt ihr günstig im gut sortierten Baumarkt.